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Angsttherapie

Wir leben in einer Gesellschaft, wo wenig Rücksicht aufeinander genommen wird, geschweige auf Tiere. Um eine schnelle Mark zu verdienen werden sie viel zu jung und eventuell krank, in Kisten gestapelt auf Märkten in etlichen Ländern Osteuropas angeboten. In anderen südlichen Ländern vermehren sich die Tiere unkontrolliert und werden dann, um die Touristen nicht zu verschrecken abgeschossen, vergiftet, erschlagen oder in Tötungsstationen gebracht um dort vergaßt oder mit Strom umgebracht. Wenn sie Glück haben gelangen sie in eine Rettungsstation und werden dann vermittelt.

Aber auch hier bei uns gibt es Menschen, die am Leid eines Tieres Freude haben, die nur so aus Spaß ein Tier mit glühenden Zigaretten malträtieren,sie zu Versuchzwecken mißbrauchen, sie zu Gebährmaschinen machen, es verletzen und ihm unsäglichen Qualen aussetzen.

 

Wenn ein paar davon Glück haben landen sie im Tierheim- oder in einer Rettungsstation, dann ist da aber nicht der Leidensweg vorbei. Viele dieser armen Geschöpfe haben einen solchen psychischen Schaden, den man nicht sofort, wie z.B. eine Narbe oder eine fehlende Gliedmaße, erkennt bzw. einschätzen kann. Oft werden sie dann als "schwer erziehbar" bezeichnet oder haben Ticks die sich die "neuen Besitzer" nicht erklären können und somit auch oft falsch reagieren. Manchen Tieren merkt man aber ihr seelisches Leid sofort an, wenn überhaupt kein Vertrauen zum Menschen vorhanden ist oder wenn sie nur noch vor sich hindämmern.

 

Gott sei dank, gibt es auch noch einige unter uns( und es werden immer mehr) die solchen armen Wesen ein echtes Zuhause geben wollen und das Unrecht was ihnen angetan wurde wieder versuchen gutzumachen.

 

In meiner langjährigen Tätigkeit als Ausbilderin im Hundesport und bei meiner Tätigkeit als THP sind mir schon schlimme Fälle vorgestellt worden. Bei vielen konnte ich und mein Therapiehund das Vertrauen der Tiere zu den Menschen und der Umwelt wieder herstellen und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Hund + Besitzer herstellen. Es freut mich besonders, wenn ich bei Besuchen und/oder auf Spaziergängen mit meinen eigenen Hunden meine damaligen "Patienten" wiedertreffe und sie mich schwanzwedelnd begrüßen.

 

Eine solche Therapie dauert einige Wochen bis Monate, wobei nach Absprache und Kontrollen immer wieder neue Pläne für die weiteren Maßnahmen erstellt werden. Anfänglich bin ich als Therapeutin immer bei den Übungen anwesend, später bekommt der Besitzer Aufgaben, die er mit seinem Tier auch allein bewältigen kann und soll (Vertrauensarbeit-Verbundenheit). Oft sind die neuen Besitzer überrascht wie schnell Fortschritte erkennbar sind, so das sie für die weitere Arbeit mit ihrem Tier gut motiviert sind.

 

Die Arbeit mit einem solchen Tier ist anstrengend und langwierig, aber wenn sie dann mit einem Hund zusammenleben, der wieder Spaß am Leben hat, (und sie dann noch mehr an ihm) ist dies aller Mühen wert.